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Ihre Apotheke von A - Z
  Wir stellen Ihnen Begriffe rund um die Apotheke und das Arzneimittel vor. Einige werden Sie kennen und andere schon einmal gehört haben. Aber auch bei bereits bekannten Bezeichnungen gibt es häufig noch etwas Neues zu entdecken.
 
  AMNOG: Bei Vorlage eines Kassenrezeptes in der Apotheke wird selten noch das gewohnte Arzneimittel des gewünschten Herstellers, sondern ein von der Krankenkasse diktiertes Vertragsarzneimittel abgegeben. Das Gesetz zur Arzneimittelmarktneuordnung erlaubt Preisverhandlungen zwischen Krankenkassen und Herstellern und ist ein Instrument zur Arzneimittelkostensenkung.

Befreiung von der Zuzahlung: Versicherte der gesetzlichen Krankenkasse (KK) können sich bei bestimmten Einkommensgrenzen von den Zuzahlungen befreien lassen. Weitere Informationen erhalten Sie in der Apotheke oder bei der KK.

Compliance: Mitarbeit des Patienten bei der Arzneimitteltherapie, d. h. sachgerechte Anwendung, Therapietreue.

Droge: In der Pharmazie werden darunter frische oder getrocknete Arzneipflanzen bzw. Arzneipflanzenteile (Blätter, Wurzel) verstanden.

Entsorgung von Altarzneimitteln: Damit die nicht mehr benötigten oder verfallenen Arzneimittel nicht unbeabsichtigt in die Umwelt oder in falsche Hände gelangen, sollten Medikamente auf keinen Fall über die Toilette oder das Waschbecken entsorgt werden. Die bisher kostenlose Altarzneimittelentsorgung durch die Pharma-Industrie ist entfallen. Aus rechtlicher Sicht ist die Entsorgung über den Hausmüll grundsätzlich zulässig. Es sei denn, es handelt sich um Gefahrstoffe, zu denen auch viele Arzneimittel gehören. Dieser Service der Altarzneimittelannahme ist in der Stadtweg-Apotheke weiterhin kostenlos.

Festbetrag: Höchstbetrag, den die gesetzliche Krankenkasse bei bestimmten Arzneimitteln (AM) auf Rezept erstattet; wird vom Arzt ein über dem Festbetrag liegendes AM verschrieben, so muss der Patient die Differenz zwischen Festbetrag und AM-Preis selbst zahlen.

Gegenanzeige: Beschwerden. Erkrankungen oder Umstände, z.B. Schwangerschaft, bei denen das Arzneimittel nicht oder nur mit Einschränkungen nach Rücksprache mit dem Arzt angewendet werden darf.

Hausapotheke: Bevorratung mit Arzneimitteln im Haushalt. Diese sind am besten trocken, kühl, vor Licht geschützt und unzugänglich für Kinder aufzubewahren. Wir sagen Ihnen gerne, was in der Hausapotheke enthalten sein sollte.

Insulin: Insulin ist ein lebenswichtiges Hormon. Es hat Einfluss auf zahlreiche Stoffwechselvorgänge, die den Glucoseblutspiegel regulieren. Dieser wird durch das Insulin gesenkt. Diabetes mellitus ist die häufigste Stoffwechselerkrankung, bei der ein Mangel an diesem Hormon vorliegt.

Juckreiz: Ein bei vielen Hauterkrankungen auftretendes Symptom, das oft quälender ist als Schmerz. Sofern eine Behandlung mit kühlenden Cremes oder einem Kühlkissen nicht ausreicht, werden Wirkstoffe eingesetzt, die die Empfindlichkeit der Hautnerven verringern oder aufheben.

Kinderarzneimittel: Zubereitung eines Medikamentes speziell für Kinder. Abgesehen vom geringeren Körpergewicht, ist auch der Stoffwechsel bei Kindern anders als beim Erwachsenen. Deshalb sind spezielle Dosierungen erforderlich.

Lagerung: Arzneimittel sollten möglichst trocken, kühl, vor Licht geschützt und unzugänglich für Kinder aufbewahrt werden. Besonderheiten bei der Lagerung werden in der Packungsbeilage und meist auch auf der Verpackung selbst ausdrücklich genannt.

Monopräparat: Arzneimittel mit nur einem Wirkstoff.

Nebenwirkungen: Unerwünschte Begleiterscheinungen bei bestimmungsgemäßem Gebrauch eines Arzneimittels. In der Packungsbeilage aufgelistete Nebenwirkungen müssen nicht auftreten.
Häufigkeitsangaben:
  in Einzelfällen
sehr selten
selten
gelegentlich
häufig

  weniger als 0,001 Prozent
weniger als 0,1 Prozent
weniger als 1 Prozent
1-10 Prozent bzw. in 90-99 Prozent kein Auftreten
mehr als 10 Prozent

  Offizin: Kundenraum der Apotheke

Pharmazentralnummer (PZN): Einheitliches Kennzeichen, das Handelsnamen, Hersteller, Darreichungsform, Wirkstoffstärke und Packungsgröße verschlüsselt.

Qualitätsmanagementsystem (QMS) in der Apotheke: Sicherung der Qualität von Apothekenleistungen. Ziel ist es, Arbeitsläufe zu überprüfen und zu optimieren sowie die inhaltliche Qualität der Arbeit zu gewährleisten.

Reimport: AM, die in Deutschland hergestellt, ins Ausland exportiert, und dann wiederum aufgrund der niedrigen Preise nach Deutschland re-importiert werden.

Selbstmedikation: Arzneimittelbehandlung ohne ärztliche Abklärung und ohne Rezept.

Tetanus: Wundstarrkrampf; Die Übertragung des tödlichen Erregers auf den Menschen erfolg zumeist durch Beißen oder Kratzen infizierter Tiere (Fuchs, Hund). Auffrischimpfungen sollen in Abständen von 10 Jahren, bei Verletzungen jedoch schon ab 5 Jahren nach der letzten Impfung durchgeführt werden.

Umwelt: Das Thema Umweltschutz ist auch auf dem Arzneimittelmarkt gegenwärtig. So ist nun der Vertrieb von FCKW-haltigen Arzneimitteln (Inhalationstherapie) seit 2006 per Gesetz untersagt.

Verschreibungspflicht: Bestimmte Arzneimittel dürfen nur auf ärztliche Verschreibung abgegeben werden, da die Therapie eine ärztliche Kontrolle erfordert.

Wechselwirkung: Gegenseitige Beeinflussung zweier oder mehrerer Arzneimittel sowie Arznei- und Lebensmitteln, z.B. Käse, Milch Alkohol. Durch eine Interaktion kann die Wirkung verringert, verstärkt oder verlängert werden.

Zuzahlung für Arznei-, Verband- und Hilfsmittel: Generell beträgt die Zuzahlung 10% des Verordnungspreises, mindestens 5 Euro und maximal 10 Euro. Liegen die Kosten einer Leistung unter 5 Euro, ist der Verkaufspreis zu zahlen. Bei Hilfsmitteln, die zum Verbrauch bestimmt sind (z. B. bei Inkontinenz), ist die Zuzahlung auf 10 Euro pro Monat beschränkt und es gibt keine Mindestgrenze von 5 Euro.


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