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Du bist was Du isst
Wer kennt es nicht, wenn die Lieblingshose zwickt? Unser Spiegelbild zeigt uns unsere vermeintlichen Problemzonen und die Waage zeigt wieder ein paar Kilo mehr. Aber woher kommen diese Gewichtsprobleme? In Deutschland ist jeder zweite Erwachsene übergewichtig. Dadurch steigt die Sterblichkeitsrate um das 1,8 fache an. Vor allem Diabetes mellitus und koronare Herzkrankheiten, aber auch bestimmte Krebserkrankungen begründen diese hohe Sterblichkeit. Schon jetzt sind 6% aller Krankheitskosten, das entspricht ca. 15 Mrd. Euro pro Jahr der Adipositas (krankhaftes Übergewicht) und deren Folgekrankheiten zugeschrieben.

Bereits jedes 6 te Kind soll übergewichtig sein. Die Tendenz ist steigend! Sehr bedenklich ist, das aus dicken Kindern dicke Erwachsene werden. Übergewicht ist grundsätzlich therapiebedürftig, wenn der BMI 30kg/m2 überschreitet. Im Mittelpunkt der Maßnahmen steht die Reduktion der Kalorienzufuhr.

Die Hauptursache Nummer eins ist die falsche Ernährung häufig gepaart mit zu wenig Bewegung. Muskeln werden abgebaut und der Körper lagert erst recht Fett ein. Darunter leidet dann die Laune und schon kommt es zu Frustessen ein Teufelskreis. Langeweile, häufig Fast Food und energiereiche Getränke und auch unregelmäßige Mahlzeiten gerne auch vor dem Fernseher oder Computer eingenommen tun ihr Übriges.

Um die überflüssigen Kilos loszuwerden werden immer wieder Crash-Diäten suggeriert. Man ernähre sich 2 Wochen z. B. nur von Ananas und schon sind 5 Kilo weg. Oder man macht die Atkins-Diät wobei man sich nur von Fleisch ernährt, wobei Obst und Gemüse verboten sind. Oder, oder, oder, die Liste ließe sich endlos fortsetzen. Alle haben nur eins gemeinsam: den Jojo-Effekt.

Der Organismus schaltet während der Diät auf Sparflamme. Dadurch werden durch das normale Essen danach die Fettzellen praller gefüllt als vorher. Deshalb gilt: Fett macht Fett! Das oberste Gebot für dauerhaftes Schlanksein ist wenig Fett, wenig Zucker, wenig Weißmehl. Man sollte maximal 80g Fett pro Tag zu sich nehmen. Dafür muss man vor allem auf die versteckten Fette in Wurstwaren, Käse, Fleisch etc. beachten. Auch die Kombination Fett und Zucker ist eine Figurfalle. Zucker sind so genannte leere Kohlenhydrate, welche den Insulinspiegel ansteigen lassen. Insulin steuert eine vermehrte Fetteinlagerung, wenn zuviel Kohlenhydrate gegessen werden.
Die Haupternährung sollte aus Ballaststoffen, Kohlenhydraten, Eiweiß, Vitaminen und Mineralstoffen bestehen gepaart mit regelmäßiger Bewegung.

Ballaststoffe aktivieren die Verdauung und machen schneller und länger satt. Sie sind reichlich enthalten in Vollkornbrot und Rohkost. Kohlenhydrate versorgen die Muskeln mit der nötigen Energie. Reis, Nudeln, Kartoffeln, Obst und Gemüse sind ideal, weil sie langkettige Kohlenhydrate enthalten, die langsam ins Blut gehen und den Blutzuckerspiegel konstant halten. Man bleibt länger satt.

Eiweiß (Protein) ist für die Muskeln unentbehrlich. Fleisch in Maßen, Getreideprodukte, Eier und Milchprodukte sind wichtige Eiweißlieferanten. Vitamine bringen den Stoffwechsel auf Trab. Die wichtigsten sind in Obst und Gemüse enthalten. Sie wirken als Zellschützer (ACE) und kurbeln die Fettverbrennung an (C). Durch die richtige Ernährung kann man Kilos verlieren. Schneller und gesünder geht es, wenn man zusätzlich Sport treibt.
Durch die Bewegung verbraucht man Kalorien und der Stoffwechsel -kommt in Schwung. Das heißt, auch wenn man gerade kein Sport macht ist der Energieumsatz erhöht. Die Voraussetzung für eine schlankere Linie. Auch Süßigkeiten sollte man sich nicht gänzlich versagen. Sonst kann es irgendwann zum Heißhunger kommen und man hat ruck zuck die verlorenen Kalorien wieder drauf. Die richtigen Süßigkeiten in Maßen und es kommt nicht zu Heißhungerattacken.

Grundsätzlich gilt: Alles in Maßen, dann hat man auch sein Gewicht im Griff. Wichtig ist auch, das man möglichst dauerhaft seine Essgewohnheiten auf eine ausgewogene Ernährung umstellt.

Wovon Abnehmwillige Abstand nehmen sollten sind so genannte Wunderabspeckpillen. Die sind meist nur teuer, helfen aber nicht oder nur bedingt. Man sollte möglichst schonend und kontinuierlich abnehmen und auch Abschied von falschen Vorstellungen nehmen (Modelmaße).

Setzen Sie sich gesunde Ziele die Sie auch einhalten können z. B. 1 Kilo in 4 Wochen. Und belohnen Sie sich selbst z. B. mit einem neuen Pullover oder einem Wellnesstag.

Haben Sie immer Ihr Ziel vor Augen: Die Stabilisierung des Gewichts auf einem niedrigeren Niveau.



Haben Sie Übergewicht? Errechnen Sie Ihren Body-Mass-Index:


BMI =
Körpergewicht in KG

Körpergröße in Meter  x  Körpergröße in Meter
BMI unter 19 = Untergewicht
BMI 19 bis 25 = Normalgewicht
BMI 26 bis 30 = leichtes Übergewicht
BMI über 31 = starkes Übergewicht